ZORNICH

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Den Sampler THE ART OF STRYKING gibts HIER!

ZORNICH - Zornige alte Männer
An diversen Studioterminen sind die Mördersongs entstanden.
Die Zeit hat sich gelohnt.
13 Songs, Hooklines, die im Ohr bleiben, ein treibender Motor aus Bass und Drums, Gitarren die fetzen und ein Gesang, der dir Gänsehaut verspricht.
Ein 16-seitiges Booklet runden die CD perfekt ab!

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Du kannst die CD für 6,49 € (inkl. Porto und Verpackung) SOFORT (via paypal) bestellen.

 

ZORNICH - "zornige alte männer"
von versuchx | Tönisvorst |
Albumrezension, ursprünglich für den PANKERKNACKER
ZORNICH – „zornige alte männer“

Morgens muss man sich entscheiden, insbesondere Montagmorgens. Entweder lässt man sich ein auf das sich mit jedem Kilometer in Richtung Job verändernde Reifengeräusch - vom luftigen Sirren einer feiertäglichen Sonnenscheinspritztour zur Abfahrt bis hin zum nagelnden Geklirre wie von Panzerketten auf dem Weg ins Schlachtfeld kurz vor der Ankunft -, oder man verpasst dem Unweigerlichen einen adäquaten Soundtrack mit dem CD-Spielgerät. Allmähliche Annäherung, schleichender Tod - oder Brett.
ZORNICH fällt in letztere Kategorie und verrät einem, wenn man „zornige alte männer“ einlegt, schon zu Wochenbeginn, wie man sich mit einiger Wahrscheinlichkeit am Ende der Woche fühlen wird. "Du denkst den ganzen Tag nur an die Kohle auf der Bank, und jeden Tag zur Arbeit - es macht Dich krank", und dem nicht mehr als nur irgendwie ausgeliefert, irgendwie - armseliges Gefühl, kein Wunder also, dass denen da mehr als einmal Text aus dem Hals fliegt, der vieles und vor allem die berühmt-berüchtigten Umstände "ungerecht" findet.
Was bleibt zu tun, wenn man kaum etwas tun kann? Schreien, Gurgeln, Gitarre, Bass und Schlagzeug dagegen Auftürmen, Rempeln und Versichern, dass einen alle und alles mögliche vielleicht alleine lässt, ZORNICH aber gerade in der dunklen Stunde bleibt.
Die passende Montagmorgenuntermalung - krächzig vom Wochenende, an dem die Welt noch in Ordnung war, einen aber trotzdem wieder einmal von den Beinen geholt hat, schreiend-wütend angesichts all des so erbärmlich Üblichen, mal in der einen, mal in der anderen Sprache vor Wände stoßend und stets wenigstens einen Ton und einen Takt daneben. Bekannt, oder? Und vielleicht hat gerade deshalb dieser von ZORNICH zusammengeprügelte Genre-Bastard etwas. Zwei wochenendliche Sessions (laut Booklet, laut Presseinfo eine "Mühsal") konnten eigentlich kaum mehr ergeben, kurzweilige, dezentprollige Garagenmucke. Wenigstens geeignet für Montagmorgen.
Fehlt was? Ach ja, St. Pauli muss wohl irgendwie Erwähnung finden, denn dessen 100sten hat ZORNICH nämlich mitgefeiert und eine kleine Heimkindhymne zum Mitgrölen beigesteuert. „Wer belügt uns nie? - St. Pauli!“ Na also, noch elf mehr, die einem beistehen.